Gibt es einen Zusammenhang zwischen Charaktereigenschaften und Namen?

Dass Namen Charaktereigenschaften angeben oder Menschen bestimmten Namen mit bestimmten Charaktereigenschaften assoziieren, ist nicht unbekannt. Die Wahrnehmung von Namen ist individuell. Jeder Mensch nimmt die verschiedensten Dinge anders war und verbindet andere Dinge mit einem Namen.

Junge ©flickr.com/Philippe Put

Das Paradebeispiel Kevin

Kevin ist einer der Namen, der Studien zufolge am Öftesten mit einem negativen Image in Zusammenhang gebracht wird. Schüler, die diesen Namen tragen, werden oft als besonders störend, laut und frech beschrieben. Der Name Kevin wird aber auch gerne mit Gewaltbereitschaft, fehlendem Sozialverhalten oder einer unterdurchschnittlichen Intelligenz in Zusammenhang gebracht.

Vornamen – trendig oder doch lieber klassisch?

Während klassisch deutsche Namen meistens mit positiven Dingen assoziiert werden, ist dies bei den typischen Modenamen nicht der Fall. Anna, Stefanie oder Agnes deuten auf Intelligenz, Lernbereitschaft, Interesse und soziale Kompetenz hin. Bei Jaqueline, Justin, Marvin oder Celine ist eher das gegenteilige Persönlichkeitsprofil bekannt.
In den 1960er sowie 1970er Jahren waren vor allem Thomas, Michael, Sven oder Marcel angesagte Namen. Heute werden Neugeborene aber kaum noch so genannt. Es sind wieder die klassisch deutschen Namen, die in Mode sind, oder aber ausländische Vornamen wie Chantal, Joy oder Marvin.

Zusammenhang: Name und Charaktereigenschaften

Kinder suchen sich ihre Vornamen nicht selbst aus. Es sind die Eltern, die den Namen auswählen und oftmals nicht wissen, welche Konsequenz die Auswahl des Namens haben kann.
Dass Namen Charaktereigenschaften bestimmen, ist natürlich eine sehr vage Annahme. Stört Kevin den Unterricht oder hat Mike lautstarke Diskussionen mit seinen Mitschülern, wird das oft auf das fehlende Sozialverhalten zurückgeführt oder Probleme im Elternhaus. Alexander, der trotz seines Verhaltens aber wesentlich weniger sozial kompetent ist, muss mit diesen Vorurteilen nicht kämpfen. Die mit den Namen verbundenen Stereotype können also durchaus negative Konsequenzen auf die einzelne Person haben. Es kann aber auch anders aussehen. Mit einem bestimmten Namen verbundene Stereotype können auch sehr positive Konsequenzen mit sich ziehen. Thomas kann weitaus desinteressierter an seiner Ausbildung sein als Justin und Celine kann in Mathematik genauso gute Noten schreiben wie Anna.
Man kann von Namen nicht direkt auf ein bestimmtes Persönlichkeitsprofil schließen, dennoch ist es menschlich, dass man auf die bekannten Stereotype zurückgreift.


Persönlichkeitsmerkmale und Charakter

Schon in den Anfängen der Psychologie gab es bereits Antworten auf die Frage nach dem Charakter. Man unterschied vier Persönlichkeitsmerkmale oder Typen von Menschen. Der Sanguiniker sei verspielt und gutmütig, der Choleriker sei unter anderem egozentrisch, aktiv und hitzköpfig. Außerdem gab es den Typ des Melancholikers, der ängstlich, beunruhigt und gedankenvoll sei. Der Phlegmatiker vernünftig, standhaft und ruhig charakterisiert.

Mann ©flickr.com/Yuri Samoilov

Diese genannten Einteilungen sind heutzutage natürlich nicht mehr aktuell und das aus mehreren Gründen. Vor allem lassen sie sich nicht auf jeden Menschen anwenden und unterscheiden nicht zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Zuständen, die jemand eben mal aus einer Laune heraus haben kann. Es müssen heutzutage also mit komplizierten Messmethoden erst einmal Unterschiede zwischen Traits und Staits heraus gefunden werden.

Doch was hilft dies im Alltag? Der Mensch braucht nicht die Wissenschaft, die ihm theoretische Konstrukte vorschreibt, nach denen er sich ausrechnen kann warum ein Mensch gerade wie gehandelt hat und was er daher für ein Typ ist und welche Persönlichkeitsmerkmale er innehat. Es muss also Forschung und Wirklichkeit getrennt behandelt werden. Die Forschung ist zwar in der Lage Wahrheit über Persönlichkeitsmerkmale und Charakter zu offenbaren, allerdings kann sie nicht jeden Menschen auf der Welt mit in Experimente einbeziehen und daher ist es im Alltag wichtiger die eigenen Erfahrungen über Jahre hinweg zu sammeln und zu interpretieren, wobei nie außer acht gelassen werden darf, dass die am sichersten geglaubte Interpretation falsch oder Täuschung gewesen sein kann.

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Persönlichkeit: Soziologie, Psychologie und rechtliche Definition

StudentInnen und AbsolventInnen diverser Studienrichtungen werden unterschiedliche Persönlichkeitseigenschaften zugeschrieben, die sie während ihres Studiums als Habitus verinnerlichen bzw. bei manchen Menschen zum Teil schon in geringem Umfang vor Studienbeginn vorzufinden sind. Der folgende Text soll einen kurzen Überblick über diese Charaktereigenschaften und die rechtliche Definition der zwei Richtungen geben.

Soziologie – ihre rechtliche Definition und Persönlichkeit:

SoziologInnen sind Menschen, die nach Abschluss ihres Studiums diverse Aspekte des menschlichen Zusammenlebens und die Struktur der Gesellschaft untersuchen. Hierbei werden soziale Strukturen mithilfe verschiedenster Theorien, die sich die SoziologInnen während Ihres Studiums angeeignet haben, beschrieben, analysiert und erklärt. Beispiele für solche Theorien wären die feministische Theorie und die verstehende Theorie. Selbstverständlich sind SoziologInnen in ihrem Beruf tagtäglich mit diversen Schwierigkeiten konfrontiert, für deren Bewältigung sie auf verschiedenste Kompetenzen angewiesen sind. SoziologInnen benötigen nicht nur die Fähigkeit zum logisch-analytischen und interdisziplinären Denken, sondern sie müssen auch in der Lage dazu sein, Zusammenhänge herzustellen. Darüber hinaus sollten der Wille und die Bereitschaft da sein, sich ständig weiterzubilden und das Allgemeinwissen immer wieder zu erweitern. Selbstverständlich zeichnen sich SoziologInnen durch eine hohe Lesekapazität, gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen, Kenntnisse verschiedenster Fremdsprachen, Kontaktfreudigkeit und dergleichen aus. Für Menschen, die in diesen Bereichen bereits Vorkenntnisse haben oder die ein “natürliches” Gespür für diese Dinge haben, eignet sich ein Studium der Soziologie auf jeden Fall.

Psychologie – ihre rechtliche Definition und Persönlichkeit:

Zunächst ist zu erwähnen, dass das Aufgabenfeld von PsychologInnen enorm groß ist, und dass sich für PsychologieabsolventInnen eine riese Wahl an Berufsmöglichkeiten ergibt. Im Allgemeinen befassen sich PsychologInnen mit der Beobachtung, Beschreibung, Erklärung, Vorhersage und Kontrolle menschlichen Verhaltens und Erlebens. Weitere Themen der Psychologie wären die Emotion, Kognition, die seelischen Vorgänge im Menschen und die Entwicklung des Menschen im Laufe seiner gesamten Lebensspanne. Je nach Spezialisierung werden unterschiedliche Theorien und Methoden angewandt, wie beispielsweise Einzelgespräche, Gruppengespräche oder Testverfahren. Sebstverständlich müssen auch PsychologInnen über eine Vielzahl von Fähigkeiten verfügen, um ihrem Berufsalltag gerecht werden zu können. Deshalb lernen sie schon während Ihres Studiums, ihre sozialen Kompetenzen, gutes Auftreten, Kontaktfreudigkeit, Empathie und dergleichen, bei sich selbst auszubilden. Darüber hinaus müssen sie über Verantwortungsbewusstsein, Geduld, psychische Stabilität und Problemlösekompetenzen verfügen.

Abschließend ist zu sagen, dass sich die Kompetenzen bei PsychologInnen und SoziologInnen teils sehr überschneiden, dass sie aber in manchen Dingen auch stark voneinander differieren. Beide Richtungen sind es wert, studiert zu werden, denn beide ermöglichen AbsolventInnen eine gute Zukunft mit viel Freude am Beruf.


Persönlichkeitsentwicklung: Charakterstärken ausbilden

Ein altes Sprichwort sagt.”Charakter hat man -oder man hat ihn nicht”. Aber dieses Sprichwort irrt. Der Mensch ist sehr wohl in der Lage, Charakterstärken im Laufe des Lebens zu entwickeln oder Charakterschwächen abzubauen.

Persönlichkeit ©flickr.com/epsos.de

Die Persönlichkeit ist nicht in Stein gemeißelt

Eine Persönlichkeitsentwicklung ist ist nicht nur theoretisch möglich, sie geschieht auch in der Praxis. Aus einem
Angsthasen kann ein Held werden, ein notorischer Lügner kann zur absoluten Wahrhaftigkeit finden und mancher
Geizhals entpuppt sich als freigiebig und großzügig. Wenn ein Mensch erkennt, welche seiner Charaktereigenschaften sich auf sein sein eigenes Wohlbefinden, sein Familienleben und seine berufliche Entwicklung negativ auswirken, dann hat er die erste Hürde bereits genommen und kann sich auf den Weg machen, diese Eigenschaften zu ändern.

Die eigenen Stärken zu kennen, ist die Basis des Erfolges

Kein Mensch hat nur schlechte Charaktereigenschaften. Es ist auch wichtig, sich der eigenen Charakterstärken bewußt zu werden und nach ihnen zu leben und zu arbeiten. Nur dann ist ein zufriedenes und glückliches
Leben möglich. Wer zum Beispiel eine berufliche Tätigkeit ausübt, bei der er seine Charakterstärken einsetzen kann, der wird besser und erfolgreicher arbeiten, als wenn er sich dauernd charakterlich verbiegen muß.

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Charaktereigenschaften erkennen lernen: So stellt man seine Stärken und Schwächen fest

Die eigenen Charaktereigenschaften erkennen fällt nicht jedem leicht. Besonders vor Vorstellungsgesprächen sollte man sich darüber einige Gedanken machen. Durch die Einteilung der Persönlichkeit in 4 verschiedene Typen kann man seine eigenen Charaktereigenschaften erkennen und diese Erkenntnisse auch auf andere im Privat- und Berufsleben anwenden.

Persönlichkeitstest ©flickr.com/ninasaurusrex

Ein Persönlichkeitstest kann Aufschluss geben über individuelle Stärken und Schwächen.


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Die Besonderheit von Charakteren: individuelle Eigenschaften

Individuelle Eigenschaften kann man so definieren, dass man zunächst den Begriff des Individuums als etwas Einmaliges, Persönliches betrachtet, ein Mensch, dessen Werte moralische und juristische sind, dessen Wesen durch die Bereitschaft Pflichten auszuführen und Verantwortung zu übernehmen gekennzeichnet ist.
Individuelle Eigenschaften sind demnach dann auch solche, die die Einzigartigkeit einer Person im Vergleich zur Gruppe herausstellen, unverwechselbar machen, es als subjektives Element kennzeichnen.

Charakter ©flickr.com/Sara Cimino

Was ist Persönlichkeit

Charaktere sind Menschen mit Persönlichkeit. Persönlichkeit wiederum entsteht im Unterschied zur Masse, aus der der einzelnen Mensch herausragt, Individualität bewahrt. Dem stehen die Ideen des Kollektivismus entgegen, die aber nicht näher betrachtet werden sollen.
Grundsätzlich prallen zwei diametrale Annahmen aufeinander. Eine, die sagt, dass nur der individuelle Mensch mit seiner Persönlichkeit und seinem Charakter zum Fortschritt der Gesellschaft beiträgt, weil er z.B. bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Die andere, die besagt, dass keine Persönlichkeit stark genug ist, der Macht der Demagogen zu widerstehen, und damit nur zu ihrem willfährigen Spielball wird.

Ob emanzipierte Persönlichkeit oder Spielball der Mächte ist nicht objektivierbar. Unter kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Einflüssen ist diese Sichtweise der Wirkung und Existenzmöglichkeit des Charakters mit individuellen Eigenschaften grundverschieden, erwünscht oder weniger erwünscht.
Nichts ist einem weiteren Feld der unterschiedlichsten Wissenschaftsgebiete unterstellt als die Erforschung der Persönlichkeit und des Charakters, seiner Einflüsse, denen er selbst bei seiner Entstehung unterliegt, bzw. die Wirkung, die er selbst hinterlässt. Gerade die Vielzahl der Wissenschaftsrichtungen, die an diese Fragestellung herangehen, zeigt, dass es schwierig ist, individuell die Besonderheit eines Menschen zu betrachten und dabei noch ganzheitlich zu denken. Der Grad der Individuation ist das Maß an Besonderheit, das individuell zu bemessen ist und aus dem heraus sich in einer Form maximaler Übereinstimmung die Staatsräson ergeben kann.

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